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Sehr geehrte Damen und Herren,
Heute, am internationalen Tag der Kinderrechte richten wir wie jedes Jahr unser Augenmerk auf die noch immer viel zu zahlreichen Fällen von ungewollten Kontaktabbrüchen zwischen getrennt lebenden Elternteilen und ihren Kindern.
Unser Dachverband GeCoBi hat in den vergangenen Jahren mit der Awareness-Kampagne Genug Tränen auf verschiedene Arten auf diese Problematik aufmerksam gemacht.
Auch in unseren regelmässigen Beratungen und an unserer Hotline ist dieses Thema ein trauriges Highlight, drehen sich doch die meisten Anfragen regelmässig um solche Situationen.
Während die internationale Forschung seit Jahren belastbare Zahlen und Fakten liefert, scheint in der Schweiz die Zeit diesbezüglich ein wenig still zu stehen.
Tatsache ist aber, dass diese Situationen viel zu häufig vorkommen. Viel zu oft verliert ein Kind den Kontakt zum getrennt lebenden Elternteil - nicht weil dieser Elternteil dies möchte, häufig auch nicht, weil das Kind dies möchte - viel zu oft einfach, weil klare Anzeichen ignoriert werden, oder die Reaktion zu langsam erfolgt.
Der Gesetzgeber ist wohl dabei, sich langsam in diese Richtung zu bewegen, leider dauert dies aber sehr lange und kommt für viele Betroffenen zu spät.
Löbliche Ausnahmen bilden Modell wie das ZfiT in Bern sowie vergleichbare Bemühungen in Basel.
Wir fordern die Fachwelt, die Gerichte, aber auch die involvierten Professionen sowie nicht zuletzt die direkt betroffenen Eltern auf, in dieser Thematik dringend mehr Sensibilität zu entwickeln.
Alles was ganz zu Beginn hilft, eine Eskalation zu verhindern, hilft letztlich den betroffenen Kindern, aber eben auch den involvierten Elternteilen.
Dazu ist es wichtig, die folgenden Faktoren zu berücksichtigen:
- Zeit ist ein wesentlicher Faktor. die üblichen Fristen in unseren Verfahren sind dafür ungeeignet, es verstreicht schlicht zu viel Zeit.
- Entschlossenheit wird benötigt, um schnell und nachhaltig zu verhindern, dass ein drohender Kontaktabbruch Realität wird
- Offenheit ist gefordert, um entsprechende Meldungen und Informationen korrekt entgegen zu nehmen, einzuordnen und darauf zu reagieren.
Der Dachverband GeCoBi plant für den kommenden 9. Dezember 2025 eine virtuelle Podiumsdiskussion mit Fachpersonen aus Wissenschaft, Praxis und Politik. Das Datum lehnt sich an den internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember an, da wir glauben, dass es nicht nur um Kinderrechte, sondern eben schlussendlich um Menschenrechte geht.
Details folgen demnächst, eine Voranmeldung ist aber bereits heute möglich unter info@gecobi.ch
Heute um 19.30 findet unser Beratungstreff in Bern statt, nicht nur, aber auch zu diesem Thema. Interessierte Personen sind herzlich willkommen.
Freundliche Grüsse Oliver Hunziker Präsident VeV Schweiz CH-5200 Brugg info@vev.ch | 056 552 02 05 |